FAQ Homöopathie

 

Was muss ich zu einer homöopathischen Behandlung mitbringen?

Es ist vorteilhaft, zu einer homöopathischen Behandlung alle ärztlichen Diagnosen und Befunderhebungen mitzubringen. Bei medikamentöser Einstellung ist eine Auflistung aller Medikamente mit entsprechendem Einnahmezyklus notwendig. Bitte denken Sie auch daran, den Impfausweis sowie einen aktuellen Zahnstatus mitzubringen.

Wird die Behandlung von meiner Krankenkasse erstattet?

Gesetzliche Krankenkassen zahlen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht.  Sie können aber – ähnlich wie beim Zahnersatz – eine Zusatzversicherung für Leistungen, die nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker erbracht werden, abschließen. Bitte erkundigen Sie sich am besten bei einem Versicherungsmakler nach einer für Sie passenden Police. Private Krankenkassen erstatten Leistungen von Heilpraktikern nur, sofern diese Leistungen im Vertrag mitversichert sind. Die Höhe der Erstattung richtet sich dabei in der Regel nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Bitte beachten Sie, dass die Höhe des Honorars nach Zeitaufwand erfolgt und unabhängig einer eventuellen Erstattung durch Ihre Krankenkasse ist.

Wie läuft eine homöopathische Behandlung ab?

Im Vordergrund der Behandlung steht eine gründliche Anamnese zu der die genaue Aufnahme aller Krankheitssymptome und begleitenden Symptome steht. Anschließend folgt eine gründliche Untersuchung und Sichtung ärztlicher Befunde. Bei akuten Erkrankungen werden Sie danach gleich ein individuelles homöopathisches Mittel zur Einnahme erhalten. Bei chronischen Erkrankungen kann es notwendig sein, weitere Informationen  - z.B. zur Familienanamnese, Blutbild ect. – einzuholen. Dann wird ein zweiter Termin vereinbart, bei dem Sie ihr individuelles homöopathisches Mittel erhalten.

Wie schnell wirken homöopathische Mittel?

Homöopathische Mittel wirken in Abhängigkeit von der Lebenskraft bei akuten Erkrankungen in wenigen Minuten oder Stunden. Bei chronischen Erkrankungen kann es auch Tage bzw. einige Wochen dauern, bis durchgreifende Reaktionen spürbar sind. Ist die Lebenskraft schwach, fällt die Reaktion des Organismus auf das Mittel häufig schwächer aus. Bei Fragen, Verschlimmerungen oder unklaren Reaktionen scheuen Sie sich bitte nicht, umgehend in der Praxis anzurufen und nachzufragen. Bitte nutzen Sie dafür hauptsächlich die Akutsprechzeiten.

Wie und in welchen Zeitabständen verlaufen die Folgebehandlungen?

Die Folgebehandlungen richten sich hauptsächlich nach dem Krankheitsverlauf und der Art der Erkrankung. Bei Erkrankungen, die ständige Kontrollen und Untersuchungen mit sich bringen, sind Praxistermine oder Hausbesuche unabdingbar. Bei positiv verlaufenden akuten und chronischen Erkrankungen sind Telefontermine möglich. In jedem Fall ist es für eine erfolgreiche Behandlung unbedingt notwendig, engen Kontakt zur Praxis zu halten, sich an Dosierungsvorschriften und Terminvereinbarungen zu halten und bei Verschlimmerungen sofort Rücksprache zu halten.

Wie lange dauert eine homöopathische Behandlung?

Die Dauer einer Behandlung richtet sich in erster Linie danach ob eine akute oder chronische Erkrankung vorliegt bzw. ob und wie lange weitere Begleiterkrankungen vorliegen. Nicht zuletzt entscheidet Ihre Mitarbeit darüber, wie erfolgreich eine Behandlung ist. Bei chronischen Erkrankungen empfiehlt es sich, ein kleines Tagebuch zu führen, in dem Sie Veränderungen, neu auftretende Symptome, Dauer und Intensität mit Datumsangabe kurz notieren. Je länger eine Krankheit bereits besteht und vielleicht sogar organische Veränderungen hervorgerufen hat, desto länger wird die Behandlung vermutlich dauern.

Können Medikamente weiter eingenommen werden?

Hier muss man differenzieren zwischen lebensnotwenigen Medikamenten (Blutdrucksenkern, Insulin ect.) und Medikamenten, die z.T. nur vorübergehend genommen werden und hauptsächlich für die Linderung akuter Beschwerden (Schmerzmittel, Fiebermittel ect.) gedacht sind. Letztere können wichtige Reaktionen auf ein homöopathisches Mittel einfach nur „verschleiern" und somit zu einer komplett anderen Diagnose hinsichtlich der Wirkungsweise führen. Hierunter fallen auch Salben/ Cremes zur Behandlung von Hauterscheinungen.  Bitte sprechen Sie daher jede Medikamenteneinnahme mit der Praxis ab.

Kann ich mich beim Auftreten von akuten Erkrankungen auch selbst behandeln?

Während einer chronischen Behandlung rate ich davon ab, da selbst eine akute Erkrankung im Zusammenhang mit der chronischen Behandlung stehen kann, was für einen Laien auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Ansonsten hängt eine Eigenmedikation natürlich auch von Ihrem Wissen im Umgang mit homöopathischen Mitteln ab. Gegen den Einsatz bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen und einfachen Infekten ist bei genauer Mittelkenntnis und Auswahl sicher nichts einzuwenden.

Wie wirken homöopathische Mittel im Vergleich zu schulmedizinischen Medikamenten?

Homöopathische Mittel sind potenzierte (verdünnt und verschüttelte) Arzneimittel, deren Ausgangssubstanzen in der gesamten Natur vorkommen und von Pflanzen, Tieren als auch organischen Stoffen stammen. Samuel Hahnemann (1755-1843) fand heraus, dass beim Verdünnen oben genannter Ausgangsstoffe, die Wirkungsweise des Mittels nicht abgeschwächt sondern erhöht wird. Außerdem entdeckte er, dass diese potenzierten Arzneimittel - bei gesunden Personen angewandt – die gleichen Symptome hervorrufen, die sie bei Kranken imstande sind zu heilen. Somit wird bei der Auswahl des homöopathischen Arzneimittels die Gesamtheit der Symptome erfasst und danach ein homöopathisches Mittel ausgewählt. Das heißt, wenn Sie z.B. wegen Beschwerden des Verdauungssystems die Praxis aufsuchen, werden neben den „eigentlichen" Beschwerden auch Begleiterscheinungen an anderen Organsystemen, zeitliche Modalitäten, Gemütssymptome, Hauterscheinungen u.v.m. erfasst. Da die Behandlung vorwiegend mit so genannten C-Potenzen erfolgt, wird das homöopathische Mittel zunächst nur ein Mal eingenommen. Die darauf folgende Erst- und Heilreaktion muss analysiert und ausgewertet werden. Auf der Basis dieser Reaktionen erfolgt dann die weitere Behandlung und ggf. weitere Medikation.

Bei welchen Erkrankungen ist eine homöopathische Behandlung sinnvoll?

Zunächst ist eine homöopathische Behandlung bei allen Erkrankungen möglich. Bei vielen schweren und chronischen Erkrankungen, die mit einem Verlust der Funktionsfähigkeit von Organen und Organsystemen einhergehen, sind die Möglichkeiten der Homöopathie begrenzt. Dies resultiert letztendlich aus der geschwächten Lebenskraft des Patienten. Dennoch ist hier eine Mitbehandlung (neben der schulmedizinischen Behandlung) empfehlenswert um Begleitsymptome zu mildern und/oder Nebenwirkungen von Medikamenten abzuschwächen. Insofern kann die homöopathische Behandlung zur Steigerung der Lebensqualität von großer Bedeutung sein. Behandlungsanliegen können außerdem sein:

  • Akute und wiederkehrende Infektionen des Atemsystems (Husten, Schnupfen, Ohrenschmerzen ect.)
  • Akute Schmerzzustände und/ oder Fieber
  • Allergien des Atmungssystems und der Haut (Asthma, Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme u.a.)
  • Psychische Belastungen und Störungen
  • Beschwerden der Frau (Menstruation, Klimakterium, Schwangerschaft ect.)
  • Akute und chronische Verdauungsstörungen
  • akute oder chronische Hauterkrankungen
  • Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates u.v.a.m.

Was kann ich unterstützend für einen optimalen Heilungsverlauf tun?

Der Heilungsverlauf hängt von vielen Faktoren ab. Die Zeitdauer und die Lokalisation der Symptome spielen eine wesentliche Rolle - ebenso sind Ernährung, Bewegung und zahnmedizinische Maßnahmen von Bedeutung. Begleitende Maßnahmen müssen deshalb ganz konkret am Einzelfall besprochen werden.

Wie muss ich homöopathische Mittel einnehmen?

Homöopathische Mittel werden entweder als Globuli oder als Dilution (Lösung) verabreicht.

 

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